K.O.M.

Kulturnetz Welterbe
Oberes Mittelrheintal

Kulturtipps

Salon N° 3
Muy apasionado
Sonntag, 11. Dezember, 16:30 Uhr
Ort: Kulturhaus Oberwesel
Einlass: ab 16:00, Eintritt: 15,- €

Die Künstler
Benjamin Reiter, Ana Paola Alarcó
Lassen Sie sich kurz vor Weihnachten noch einmal musikalisch verführen mit Ana Paola Alarcón (Violine) und Benjamin Reiter (Klavier). In ihrem abwechslungsreichen Programm im Kulturhaus Oberwesel bauen sie eine Brücke von der traditionellen deutschen Klassik über die französisch-belgische Spätromantik bis zur zeitgenössischen klassischen Musik Lateinamerikas.Der gebürtige Bacharacher Benjamin Reiter und Ana Paola Alarcón präsentieren ein Repertoire von großer Spannbreite: Die Sonate D-Dur Op. 12 Nr. 1 von Ludwig van Beethoven ist eine stets frisch wirkende Eröffnung, während die große Violinsonate von Caesar Franck eine vielfältige Klangwelt zwischen verträumt-atmosphärischen Flächen und höchster Dramatik eröffnet.Mit dem zeitgenössischen, ursprünglich als Bühnenmusik zum gleichnamigen Theaterstück konzipierten Werk „Diogenes y las camisas voladoras“ des venezolanischen Komponisten Icli Zitella, den Ana Paola Alarcón aus ihrer Heimatstadt Caraccas persönlich kennt, wird ein spannungsvoller Kontrast gesetzt.→ Online-Ticket bestellen

Prof. Susanne Enderwitz:
Tausendundeine Nacht als Weltliteratur
Dienstag, 29. November 2022, Beginn: 16:30
geplant sind 10 Veranstaltungen
Ort: Weinhaus Weiler in Oberwesel (am Marktplatz)

Prof. Dr. Susanne Enderwitz, Islam-Wissenschaftlerin
"Wir bewegen uns aus der höchsten in die niedrigste Welt, vom Kalifen zum Barbier, vom armseligen Fischer zum fürstlichen Kaufherrn, und es ist eine Menschlichkeit, die uns umgibt, mit breiter, leichter Woge uns hebt und trägt; wir sind unter Geistern, unter Zauberern, unter Dämonen und fühlen uns wiederum zu Hause" (Hugo von Hoffmannsthal) Ohne die westliche (europäische, später auch amerikanische) Begeisterung über "Tausendundeine Nacht" hätte dieses Buch wohl nie die Grenzen des arabischen Sprachraums überschritten und seine einzigartige Weltgeltung erlangt. Seit mehr als drei Jahrhunderten gehört es zum Grundbestand westlicher Literatur, und dabei greift es auch auf die zeitgenössischen Medien aus: Im Oktober 2022 verkündete die Disney Corporation, alle Märchen und Geschichten aus "Tausendundeine(r) Nacht" verfilmen zu wollen.In zehn Wochen wollen wir uns auf die Spuren von "Tausendundeine(r) Nacht" begeben, und da die sagenhafte Karriere des Werks im Westen begann, werden wir uns auch gleich zu Anfang der Geschichte seiner Übersetzung widmen. In der zweiten Woche wollen wir uns dann mit der Herkunft des Textes und seiner weiteren Geschichte befassen und gleichzeitig einen Überblick über dieses monumentale Werk erhalten.Es folgt die gemeinsame Lektüre von fünf Geschichten aus "Tausendundeiner Nacht", die von einem Märchen aus dem ältesten Bestand bis hin zu einer Abenteuergeschichte aus der jüngsten Entstehungsschicht reicht. Darunter sind Erzählungen, die in Europa weniger bekannt sind (Die Geschichte des Prinzen Bedr), aber auch die in Europa wohl bekannteste und beliebteste Erzählung (Die Geschichte Alaeddins).Zum Schluss wollen wir uns gemeinsam den Zeichentrickfilm "Aladdin" (Disney) ansehen und nach dem Einfluss von "Tausendundeine(r) Nacht" auf die europäische Kultur fragen.Text: Die Übersetzung von Gustav Weil (Die Märchen aus 1001 Nacht - Vollständige Ausgabe durchgehend illustriert, 2 Bände, 14,95 Euro).Seminarplan

Liederabend in der Burg:
Franz Schubert, Richard Strauss und Ludwig van Beethoven.Museum Boppard, Kurfürstliche Burg,
Samstag, 10.12.2022, 19 Uhr
Karten: Museum Boppard, Tel. 06742/8015984
Eintritt: 20,- €

Hanna Lee
Die koreanische Koloratursopranistin Hana Lee studierte Gesang an der Ewha Frauen-Universität in Seoul und an der Hochschule für Musik in Freiburg. 2010 gewann sie den Sonderpreis beim 29. Internationalen Hans-Gabor-Belvedere-Gesangswettbewerb in Wien.Als Königin der Nacht (Die Zauberflöte) gastierte sie am Theater Erfurt, Theater Chemnitz und Theater Bonn. Auch im Bereich der zeitgenössischen Oper wirkte sie an zahlreichen Aufführungen mit, so als Natascha (Drei Schwestern), Orsina (Emilia Galotti), Felicie (Les Boulingrin) und Sophie Scholl (Weiße Rose)
Tomoko Ichimura
Tomoko Ichimura wurde in Kawasaki/Japan geboren, wo sie mit fünf Jahren den ersten Klavierunterricht erhielt. Sie studierte die Fächer Klavier, Klavier-Kammermusik und Lehramt an der Toho-Gakuen Schol of Music Tokio und gewann zahlreise Preise für ihre Teilnahme an nationalen Klavierwettbewerben. Nach dem Erhalt eines Stipendiums der Rotary Stiftung erwarb sie 1994 bei Prof. Gerhard Oppitz das Meisterklassendiplom mit Auszeichnung an der Hochschule für Musik München. Meisterkurse bei Prof. Hugo Steurer und bei Prof. Andrej Jasinski am Mozarteum Salzburg, Unterricht bei Halina Czerny-Stefanska und bei Maria Joao Pires ergänzten ihre Ausbildung.Neben ihrer Tätigkeit als Dozentin gab Frau Ichimura zahlreiche Solo- und Kammermusikkonzerte im In- und Ausland. 2002 interpretierte sie Solo-Werke von F. Schubert im portugiesischen Kulturzentrum „Belgais“, aber auch ihre Heimat Japan blieb sie mit regelmäßigen Auftritte treu. Beispielhaft hierfür ist ein Schubert-Zyklus mit jährlichen Konzerten in Tokio oder Auftritt beim Musikfestival „La Folle Journée au Japon“ in Tokio.Neben ihrer Solotätigkeit gründete Frau Ichimura 2012 das „ARTIS Piano Ensemble“, ein Klavier-Ensemble zu acht Händen. Im März 2018 beendeten die Musikerinnen eine Deutschland-Tournee mit großem Erfolg. Diesmal hatte das ARTIS Piano Ensemble einen besonderen Musikpartner dabei; der weltberühmte japanische TAIKOTrommler TAKUYA, mit dem die vier Pianistinnen Werke für 2 Klaviere zu 8 Händen & Taiko-Trommel in Deutschland uraufgeführt haben.Auch in Koblenz ist Frau Ichimura eine gern gehörte Pianistin und erhielt ausschließlich positive Resonanz der Presse, so schrieb die Rhein-Zeitung über ihren Vortrag, man höre „Tonbilder so zart wie ein Aquarell“.